[George R. R. Martin] A Song Of Ice And Fire (ASoIaF)

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[George R. R. Martin] A Song Of Ice And Fire (ASoIaF)

Beitrag von Merriman Lyon am So März 06, 2011 3:18 am

A Song of Ice and Fire
George R. R. Martin



Ich denke, die wenigsten von euch wenigen in diesem Forum werden überhaupt davon gehört haben, außer durch mich. Ich denke, die wenigsten von euch hätten überhaupt die Geduld, dieses Monsterwerk zu lesen. Trotzdem, die Hoffnung stirbt zuletzt (und egal was nun ein Wirtschaftsminister dazu zu sagen hat), und deshalb gebe ich euch, obwohl es inzwischen eine Reihe von vier Büchern (ich sage inzwischen, weil ich die meine, die veröffentlicht wurden) ist, in der ungestorbenen Hoffnung, dass einer von euch Zeit und Lust hat, ein episches (in mehrfacher Hinsicht) Fantasy Buch zu lesen, nur die Ausgangssituation und einige der Fakten aus den ersten paar Kapiteln.


A Song of Ice and Fire (ich benutze den englischen Titel, denn ich habe es auf Englisch gelesen und der deutsche Titel macht die Sprachmelodie kaputt (er ist die direkte Übersetzung)) spielt in einer mittelalterlichen Welt (wie so viele Fantasybücher). Diese Welt hat keinen Namen, aber der zentrale Handlungsort(...kontinent) heißt Westeros. Westeros war lange Zeit in sieben Königreiche aufgeteilt, bis aus Valyria, einem heute untergegangenen Imperium die Targaryens kamen und mithilfe von Drachen Westeros "befriedeten". Die Targaryens herrschten lange Zeit über das Land, ihre Macht wurde erst gebrochen durch den Tod des letzten ihrer Drachen (nicht einer der ursprünglichen aber, damit das klar ist) und Unzufriedenheit, ausgelöst durch den (offensichtlich) letzten König aus dem Hause Targaryen, der einfach nur verrückt war, in einem schlechten Sinne.
Eine Allianz aus mehreren Häusern, den Baratheons, Lannisters und Starks (das waren die wichtigsten, aber nicht die einzigen) gewann daraufhin in mehreren Schlachten die Oberhand über den verrückten König und Robert Baratheon wurde der neue König. Vielleicht nicht unbedingt wichtig für den Verlauf der Handlung, aber doch um einige der Entwicklungen zu verstehen: Robert Baratheon sollte eine Frau aus dem Haus Stark heiraten, die aber noch vor dem Ende des Kriegs vom vorheringen König ermordet wurde, und so heiratet er Cersei Lannister. Das war ungefähr fünfzehn Jahre her und seitdem herrscht Frieden.
Soviel zur letzten Geschichte Westeros'.

Über Westeros selber gibt es auch noch einige wichtige Details zu erwähnen: Die Jahreszeiten in dieser Welt haben keine feste Länge und sind auf keinen Fall kurz zu nennen, denn eine Jahreszeit nimmt meistens mehrere Jahre in Anspruch. Es gibt ein Sprichwort, das inhaltlich aussagt, dass auf einen langen Sommer ein noch längerer und kälterer Winter folgt und sich eigentlich immer bewahrheitet. Und der letzte Sommer dauert nun schon ca. 20 Jahre an. Man kann sich denken, was in nächster Zeit kommen wird.
Mit der Aussicht auf einen langen, kalten Winter nun nicht genug rühren sich auch seit langer Zeit, so lang, um genau zu sein, dass niemand mehr an sie glaubt, die "Anderen". Vielleicht auch gerade wegen der Aussicht auf einen langen, kalten Winter, denn die "Anderen" sind keine menschlichen Wesen und leben nur im kältesten Norden, in einem Land, das von den sogenannten Wildlingen bewohnt wird und das vom restlichen Kontinent durch "Die Mauer" getrennt ist, ein urtümliches Bollwerk errichtet aus Eis, bewacht von der Nachtwache. Das Problem ist nur: niemand glaubt mehr an die Anderen und die Wildlinge sind kaum eine Bedrohung und so werden zur Nachtwache (ein Dienst auf Lebenszeit) alle möglichen Leute geschickt, außer denen, die vielleicht wirklich aufpassen könnten. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus Halsabschneidern, Mördern und den ganzen restlichen Verbrechern, denn wer der Nachtwache beitritt kann zwar nie wieder gehen (Deserteure sind sofort vogelfrei) aber alle vorhergehenden Verpflichtungen werden aufgelöst.
Keine sonderliche gute Aussicht also, wenn die Anderen kommen.

Und dann noch etwas über die Targaryens. Obwohl die meisten gestorben sind (es waren auch nie sehr viele) haben zwei überlebt, Danaerys und Vyseris. Beide sind noch sehr jung, Viserys kaum aus der Pubertät heraus, Daenerys eigentlich noch ein Kind, ungefähr zwölf Jahre alt. Trotzdem wurden sie von Westeros vertrieben; Viserys kann es nicht abwarten, zurückzukehren und versucht mit allen Mitteln ein Heer von eigentlich irgendjemandem zu bekommen, um Westeros zurück zu erobern.

Ok, eine schöne Zusammenfassung der wichtigsten Begebenheiten. Halt, es fehlt noch etwas: die Perspektive. Das Ganze wird erzählt aus der Sicht mehrerer Personen aus den verschiedensten Fraktionen, also ist es nicht leicht zu sagen, wer eigentlich "die Guten" sind.Nur soviel: Der Fokus und ein Gutteil der Sympathie des Lesers liegt auf Haus Stark. Die Anderen sind böse, kommen aber noch nicht vor, lediglich die Aussicht, dass sie kommen könnten wird dem Leser gegeben. Wer oder was noch "böse" wird nähme zuviel voraus, aber zu Beginn lässt sich sagen, dass alle anderen grau sind.


Zuletzt von Merriman Lyon am So März 06, 2011 3:40 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: [George R. R. Martin] A Song Of Ice And Fire (ASoIaF)

Beitrag von Merriman Lyon am So März 06, 2011 3:37 am

So eine schöne Zusammenfassung, wer hat die nur geschrieben?^^
Hier jedenfalls noch meine persönliche Meinung:

Asoiaf ist, ähnlich dem "Herr der Ringe" lang. Sehr lang, um genau zu sein. Wer keine Lust auf lange Bücher hat, für den ist das nix. Für Leute, die keine Lust mehr auf die Standard Fantasy haben aber schon, denn es ist endlich mal ein Buch, in dem nicht klar ist, wer gewinnt. Um ganz exakt zu sein, es sieht so aus, als ob alle verlieren. GRRM ist ein böser Autor, denn er lässt Hauptfiguren sterben. Hauptfiguren, die jeder Leser weiterlebven lassen will. Es ist einfach ein Buch, das sehr viel realer ist, als was man sonst so bekommt, und, um es nochmal mit HdR zu vergleichen, mit subtiler Magie ohne Spezialeffekte wie Donner und Blitz, Feuerbällen und so weiter, ihr kennt das ja. Und weil ich von der klassischen Magie eigentlich genug habe gefällt es mir. Und weil ich den Realismus, oder sogar Überrealismus mag. Und weil alles immer tiefer ins Verderben steuert... und keiner der Charaktere es sehen kann. Fies.

Die Gründe, warum jemand das Buch nicht mögen könnte wären wohl beinahe die Gleichen, aber ich habe auch selber einen zusätzlichen. Weniger gegen das Buch vielleicht als den Autor, aber das färbt aufeinander ab: Es ist nicht abgschlossen und der Autor lässt sich viel Zeit, sehr viel Zeit, mit dem Schreiben (4 Bücher in 20 Jahren).
Gleichzeitig auch der Grund, warum ich es gerade jetzt vorstelle:
A Dance With Dragons, das fünfte Buch der Reihe (sieben geplant) hat endlich ein festes Erscheinungsdatum: den 12. Juli 2011 (Das wären dann 5 in 20 Jahren). Das hat mich derart motiviert, das ich es tatsächlich vorstelle!
Und, dann gibt es noch einen Grund: HBO hat eine Serie aus dem ersten Teil gemacht, die im April anläuft, leider in den USA, aber ich hoffe, dass wir das irgendwie auch in Deutschland anschauen werden können.
Die Hoffnung stirbt ja zuletzt...
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