[Sergej Lukianenko] Labyrinth der Spiegel

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[Sergej Lukianenko] Labyrinth der Spiegel

Beitrag von Miro am Di Feb 15, 2011 3:40 pm

Der Roman spielt in einer nicht näher präzisierten, aber nicht allzu
fernen Zukunft, in dem von einem findigen Entwickler mehr oder weniger
zufällig ein Cyberspace mit dem Namen "Tiefe" erfunden wurde. Wer sich
dort mit VR-Helm und Sensoranzug einklinkt, der vergisst die
Wirklichkeit um sich herum und glaubt wirklich, sich in einer ganz
anderen Welt aufzuhalten, die unendlich real erscheint, denn alle
Sinneseindrücke sind wie im echten Leben, sogar das Essen sättigt
(nichtsdestotrotz kann der Körper am Schreibtisch verdursten, während
man sich in der Tiefe befindet). Hier wird alles geboten – meist
harmlose Vergnügungen, Bars und Freudenhäuser, Rollenspiele und
Fantasie-Welten bekannter Romane wie etwa Tolkiens Mittelerde.
Ljonja ist ein so genannter "Diver": Die Tiefe
kann ihm nichts anhaben, er ist sich zu jeder Zeit bewusst, dass er
sich im virtuellen Raum befindet und er kann jederzeit willentlich
daraus auftauchen. Solche wie ihn gibt es nur extrem wenige, und er
schützt seine Anonymität wie seinen Augapfel.
Dann bekommt Ljonja
einen ungewöhnlichen Auftrag: Im Labyrinth der Schrecken, hinter dem
sich nichts anderes als eine Weiterentwicklung des beliebten
Ego-Shooters "Doom" verbirgt, sitzt ein User schon seit mehreren Tagen
in einem Level fest. Scheinbar kann er nicht mehr hinaus, sein
Computer-Timer – normalerweise eine unverzichtbare Rettungsleine, die
den Spieler nach einer festen Zeit von selbst wieder in die Wirklichkeit
holt – hat versagt. Ljonja wird losgeschickt, um den "Loser", wie er
genannt wird, aus dem Labyrinth zu retten. Doch etwas ist völlig anders
als sonst. Wer ist der Loser? Wieso kann er den virtuellen Raum nicht
verlassen, warum wird er jedes Mal getötet, wenn er kurz vor dem Ausgang
des Labyrinths ist – und warum sind plötzlich alle Einflussreichen und
Mächtigen der Tiefe hinter ihm her? Für Ljonja beginnt das Abenteuer
seines Lebens …


Ich persönlich finde es - typisch Lukianenko - sehr fesselnd geschrieben und im richtigen Tempo-Erklärungs-Rhythmus, zwischen aktion und szenen, in denen über die hintergründe aufgeklärt wird... es ist sehr spannend und sehr interessant und auch in verbindung mit otherland von williams oder snow crash von stephenson sehr interessant und innovativ. ich hätte noch etwas zu ende gesagt, aber ich will die auflösung ja nicht vorwegnehmen.. aber so wie alles von lukianenko sehr lesenswert!
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Miro
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Re: [Sergej Lukianenko] Labyrinth der Spiegel

Beitrag von Merriman Lyon am Di Feb 15, 2011 10:41 pm

Ach, du hast Otherland gelesen? (Ich dachte ich wäre der Einzige)

Das Buch ist natürlich ziemlich gut... Mir gefiel auch, dass es mal wieder die Unveränderbareit der menschlichen Natur zeigt. Die völlig neue, praktisch grenzenlose (weil nicht reale) Welt ähnelt sehr schnell der wirklichen - nur ein weiterer Schauplatz.
Das muss nicht heißen, dass ich da einer Meinung mit Lukianenko bin, und er selber lässt ja seine Hauptfiguren auch immer besser werden/sein als das impliziert. Trotzdem ist es faszinierend und erschreckend.
Was meine eigene Meinung dazu genau wäre, dazu müsste ich wohl erstmal länger nachdenken (und ich will hier keine unausgegorenen Gedanken hinschreiben).
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